8 PRINZIPIEN

8 PRINZIPIEN
lebendiger Arbeit

Was ist 'gute' Arbeit?


Die Suche nach Antworten auf diese Frage, hat mich zu diesen 8 Prinzipien geführt. Ich habe sie nicht erfunden, sondern gesammelt, in einem anhaltenden Gespräch mit den Lehren die mich in den letzen Jahren geprägt haben. 

Permakultur und Naturpädagogik, Menschen wie Robin Wall Kimmerer und Vanessa Andreotti - sie alle sind Teil eines lebendigen Netzes 'guter Arbeit' in das sie, ich, wir alle - eingebettet sind.

Die Erde macht immer gute Arbeit, auch wenn wir sie ausbeuten.
Ich danke dafür, dass ich an diesem Wissen teilhaben darf.

 

 

PRINZIP 1 
UNSERE ARBEIT STEHT IM DIENST DES LEBENS

Wir fördern das, was Fürsorge, Vielfalt und Gerechtigkeit ermöglicht.

Pflanzen, Tiere, Menschen und alle anderen Mitwesen betrachten wir als voneinander abhängig und gleichwürdig - verbunden in der Arbeit des Lebens selbst.

 

PRINZIP 2
WIR WOLLEN NICHT PERFEKT SEIN UND LERNEN KONTINUIERLICH

Wir machen Fehler, reflektieren und korrigieren uns, wenn nötig - und möglich. Wir erkennen an, wo wir verletzen. Lernen ist für uns kein Mangel, sondern Ausdruck lebendiger Verantwortung.

 

PRINZIP 3
WIR WIRKEN AUSBEUTUNG ENTGEGEN

Wir achten darauf, dass niemand für unsere Ziele ausgebeutet oder übergangen wird – weder sichtbar noch im Verborgenen. Wir prüfen, wem unser Tun dient – und wem es schadet. Dabei bleiben wir unvollkommen, verstrickt, und haben immer wieder aufzuräumen.

 

PRINZIP 4
WIR ACHTEN AUF UNSERE EIGENEN GRENZEN UND BEDÜRFNISSE

Unsere Arbeit soll uns nicht überfordern, oder unwiderruflich erschöpfen.

Wir gestalten sie so, dass sie für uns tragbar, regenerativ und gut im Leben verankert bleibt. Unsere Regeneration ist Teil der Regeneration des Ganzen.

 

PRINZIP 5
WIR SIND TRANSPARENT UND BEZIEHUNGSORIENTIERT

Wir teilen Wesentliches offen und klar – nichts wird absichtlich zurückgehalten, was für andere relevant sein könnte. Wir üben keinen Druck aus und manipulieren nicht, sodass Entscheidungen aus eigener Motivation entstehen können.

 

PRINZIP 6
WIR NEHMEN NICHT MEHR, ALS WIR BRAUCHEN

Wir leben im Rhythmus von Maß und Überfluss:
empfangen, was genug ist, teilen, was überfließt, und gestalten unsere Arbeit so, dass sie Kreisläufe stärkt – in uns und im größeren Ganzen.

 

PRINZIP 7
WIR ACHTEN UND ENTFALTEN UNSERE GABEN

Unsere Fähigkeiten sind kein Kapital, sondern Ausdruck des Lebens, das durch uns wirkt und uns sinnvoll mit der Welt verwebt. Wir bieten ihnen Resonanzräume und schützen sie vor Entwertung und Überforderung – weil sie kostbar sind, verletzlich und nicht beliebig wiederholbar.

 

PRINZIP 8
WIR VERKAUFEN WEDER UNS NOCH UNSERE ARBEIT

Unsere Beiträge sind Ausdruck von Beziehung, nicht von Verwertung.
Unser Geben ist nicht an Rückgabe gebunden.
Doch wer empfängt, trägt Mitverantwortung – nicht durch Gleichheit, sondern durch Beziehung.
Auch wenn Rückgabe nicht sofort, oder sichtbar möglich ist, bleibt die Einladung bestehen, etwas weiterzugeben – im eigenen Tempo, auf die eigene Weise.

So verstehen wir Arbeit als Teil eines lebendigen Gebens und Empfangens.
Sie nährt uns, weil sie das Leben nährt.

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