Care exposes the myth
of independence at the
heart of domination.
Fürsorge entlarvt den Mythos der Unabhängigkeit,
der aller Dominanz zugrunde liegt.
ELI CLARE, paraphrasiert
Fürsorge als Grundprinzip
Care, auf deutsch Fürsorge bildet die Basis unseren Lebens. Sie ist reproduktiv und regenerativ. Das heißt, sie dient dazu, Leben überhaupt erst zu ermöglichen.
Ich bin gegen jede Praxis, die Care-Arbeit unnötig erschwert, be- oder verhindert und betrachte die Rückbesinnung auf Fürsorge als radikalen politischen Akt. Selbstfürsorge und Fürsorge in Gemeinschaft sehe ich dabei als untrennbar.
Auch ich bin Teil des Lebens, das ich schützen möchte. Abhängig und bedürftig.
"Suffering is not a
sickness to get over.
It is a gateway."
Leiden ist keine Krankheit,
die überwunden werden muss.
Es ist ein Durchgangstor.
SOBONFU SOMÉ
Trauerarbeit als Teil von Fürsorge
Nach zwei Weiterbildungen zur Trauerbegleitung stehe ich noch immer am Beginn des Weges meiner Arbeit mit Trauer.
Dennoch fühle ich mich berufen, Trauerrituale auf eine persönliche Weise mitzugestalten und unterstützend zu begleiten.
Wenn du einen Anlass zur Trauer hast, oder anderweitig an meiner Arbeit mit Trauer interessiert bist, kontaktiere mich gerne.
Nicht nur der Tod eines geliebten Menschen gibt uns Anlass zur Trauer. Jedes Leben ist geprägt von Verlusten, die zahlreicher nicht sein könnten.
Eine eigene Krankheit;
die immer wieder enttäuschte Hoffnung auf eine sanftere Welt;
ein Fehltritt, der sich nicht rückgänging machen lässt,
eine verlorene Liebe, ein verlorenes Zuhause,
ein nie gefundenes.
All diese und viele andere Situationen bergen große und kleine Verluste.
Zugleich ist Trauer in unserer Gesellschaft mit vielen Ängsten belegt. Man könnte in der Trauer hängenbleiben, wenn man sie einmal zugelassen hat. Um Trauernde wird ein großer Bogen gemacht,, sie werden mit Floskeln abgespeist, oder direkt zur Therapie geschickt. Wer über eine vermeintliche Kleinigkeit trauert, wird direkt, oder indirekt aufgefordert, darüber hinwegzukommen.
Woher auch immer unsere Angst vor der Trauer kommen mag, sie hat einen berechtigten Ursprung.
Und doch bin ich mir in einer Sache sicher: Wer trauert, kann sich dadurch verändern - hin zu mehr Integrität, und einer tieferen Lebendigkeit. Diese Erfahrung zugänglich zu machen, ist der Ursprung meiner Motivation, uns zum Trauern einzuladen.
